Für diejenigen, die es interessiert, hier noch
mein bericht für die Festo Ausbildung:
Praktikum in Südafrika von KW 36 - KW 41
Mein Aufenthalt in Südafrika hat mir ganz neue Perspektiven
eröffnet. Sowohl was die Arbeit, als auch das Leben im
europäischsten Land Afrikas angeht, gilt es sich dort ganz
anderen Herausforderungen zu stellen als in Deutschland.
Ende August war es soweit - mein 6-wöchiges Praktikum bei
Festo Johannesburg konnte beginnen.
Nachdem ich mich zumindest über das Wochenende im warmen
Südafrika aklimatisiert hatte, wurde ich am darauffolgenden
Montag freundlich von meinem Betreuer Vinesh Kanjee empfangen.
Zuerst bekam ich eine kurze Einführung über die Struktur
der verschiedenen Festo Standorte in Südafrika, sowie über
die laufenden Projekte in der 3-Mann-starken IT-Abteilung.
Anschließend hatte ich die Möglichkeit während einer Führung
alle Mitarbeiter von Festo Johannesburg - ca. 100 an der Zahl
-persönlich kennenzulernen.
Wie sich schon an der Mitarbeiterzahl erkennen lässt, herrscht
bei Festo dort eine sehr persönliche und freundliche
Arbeitsatmosphäre, zumal die Südafrikaner meist eine sehr offene
Art haben. So war ich anfangs sehr überrascht, als mir unser
zuständiger Manager schon beim Briefwechsel im Vorfeld des
Aufenthalts das "Du" angeboten hatte.
Die Aufgaben in der IT sind hier auf eine sehr breite Basis
verteilt, so sind die Mitarbeiter dort ein wenig "das Mädchen
für alles" und unterstützen vorwiegend die anderen Mitarbeiter
bei EDV-technischen Problemstellungen. Es ist aber auch keine
Seltenheit, dass die ITler hier mal einen Computer selbst
zusammenbauen oder die Mikowelle reparieren müssen.
Meine Aufgaben waren es, die Mitarbeiter hier in sprachlichen
Konflikten zu unterstützen, eine Einführung und Evaluierung
von Web Conferencing durchzuführen und nebenbei meine
Studienarbeit weiterzuschreiben.
Außerhalb der Arbeit kam der Spaß auf jeden Fall auch nicht
zu kurz. Dort gibt es unzählige Möglichkeiten etwas zu erleben,
sei es eine Safari in einem der vielen National Parks oder
auch ein gemütliches Beisammensein beim Braai - dem
südafrikanischen Grill.
Zudem bekam ich einen Einblick in die Probleme des Landes wie
die hohe Kriminalitätsrate, den starken Unterschied zwischen
Arm und Reich, sowie die Differenzen zwischen den verschieden
Bevölkerungsgruppen der Weißen, Schwarzen, Inder und Coloureds
- Probleme, die mich auch Deutschland mit ganz anderen Augen
betrachten lassen.
So kann ich abschließend sagen, dass ich von meinem Aufenthalt
in Südafrika nicht nur auf sprachlicher Ebene profitiert habe,
sondern auch kulturell und persönlich Einiges dazugelernt habe
und wertvolle Kontakte knüpfen konnte. Was mich dort ungemeint
begeistert hat, ist die Lebensfreude, die die Menschen
an sich haben, sodass ich mit Freude an die schöne Zeit in
Südafrika zurückdenken kann.
Freitag, 2. November 2007
Der Abschied
Puh...es ist 18:53Uhr Ortszeit in Joburg!
Mein Flieger geht um 23:55Uhr, ich will aber
nicht anfangen zentimental zu werden!
Auf der einen Seite freue ich mich wieder zurück
zu kommen und wieder mein Leben zu leben, da ich hier
schon sehr stark abhängig von anderen Leuten, vor allem
meiner Gastfamilie war.
Auf der anderen Seite hatte ich hier eine richtig geile
Zeit, in der ich sehr viel Spaß hatte, viele Leute und
eine komplett andere Kultur etc. kennengelernt habe.
Fast unglaublich wie schnell 9 Wochen vergehen, wenn
man in der Zeit zurückblickt!
In der vergangenen Woche habe ich mir hier nochmal ein
Auto gemietet und sehenswerte Orte in der "näheren"
Umgebung von Jozi angeschaut.
Von God's Window, den Bourke's Luck Potholes und Three
Rondawels, über den Pilansberg National Park, (Ja, das mit
dem Kruger National Park hat nicht so geklappt, wie ich mir
das vorgestellt habe!Aber das ist eine andere Story...),
dem Apartheid Museum und dem Vergnügungspark und der alten
Goldmine Gold Reef City konnte ich noch so einiges mitnehmen.
Da das USB-Kabel für die Kamera aber schon irgendwo zwischen
Socken und T-Shirts in meinem Koffer eingeklemmt ist, werde
ich die Bilder erst morgen hochladen!
Für alle die mehr wissen wollen, was sonst so während meiner
Zeit hier alles passiert ist: ihr könnt mir e-mailen oder wir
sehen uns...ab morgen (Samstag) 11:50 bin ich wieder in
Stuttgart!
Um aber jetzt zu einem Ende zu kommen: Ich kann euch nur
empfehlen mal nach Südafrika zu reisen. Das Land an sich
ist schon sensationell. Perfektes Wetter und 1A-
Landschaften und Menschen voller Lebensfreude.
Seid halt ein wenig vorsichtig!;)
For all the people i met (and happen to visit this
web blog) and who made my stay in this
beautiful country more pleasant than it was anyway:
THANK U GUYS A LOT!!!IT WAS NICE MEETING U AND I
WILL MISS U OKES!!!(just come to Germany one day!)
Mein Flieger geht um 23:55Uhr, ich will aber
nicht anfangen zentimental zu werden!
Auf der einen Seite freue ich mich wieder zurück
zu kommen und wieder mein Leben zu leben, da ich hier
schon sehr stark abhängig von anderen Leuten, vor allem
meiner Gastfamilie war.
Auf der anderen Seite hatte ich hier eine richtig geile
Zeit, in der ich sehr viel Spaß hatte, viele Leute und
eine komplett andere Kultur etc. kennengelernt habe.
Fast unglaublich wie schnell 9 Wochen vergehen, wenn
man in der Zeit zurückblickt!
In der vergangenen Woche habe ich mir hier nochmal ein
Auto gemietet und sehenswerte Orte in der "näheren"
Umgebung von Jozi angeschaut.
Von God's Window, den Bourke's Luck Potholes und Three
Rondawels, über den Pilansberg National Park, (Ja, das mit
dem Kruger National Park hat nicht so geklappt, wie ich mir
das vorgestellt habe!Aber das ist eine andere Story...),
dem Apartheid Museum und dem Vergnügungspark und der alten
Goldmine Gold Reef City konnte ich noch so einiges mitnehmen.
Da das USB-Kabel für die Kamera aber schon irgendwo zwischen
Socken und T-Shirts in meinem Koffer eingeklemmt ist, werde
ich die Bilder erst morgen hochladen!
Für alle die mehr wissen wollen, was sonst so während meiner
Zeit hier alles passiert ist: ihr könnt mir e-mailen oder wir
sehen uns...ab morgen (Samstag) 11:50 bin ich wieder in
Stuttgart!
Um aber jetzt zu einem Ende zu kommen: Ich kann euch nur
empfehlen mal nach Südafrika zu reisen. Das Land an sich
ist schon sensationell. Perfektes Wetter und 1A-
Landschaften und Menschen voller Lebensfreude.
Seid halt ein wenig vorsichtig!;)
For all the people i met (and happen to visit this
web blog) and who made my stay in this
beautiful country more pleasant than it was anyway:
THANK U GUYS A LOT!!!IT WAS NICE MEETING U AND I
WILL MISS U OKES!!!(just come to Germany one day!)
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Die Schwarzen und die Weissen (Teil 2)
Das Vermoegen sitzt nach wie vor ueberwiegend
bei den Weissen. Allerdings waechst der
Mittelstand in Suedafrika mehr und mehr und
stabilisiert so die Verhaeltnisse.
Was den Hass der Weissen zusaetzlich erhoeht ist
die - nun umgekehrt - Diskriminierung der Weissen
durch die schwarze Regierung. Als weisser Mann
ist es hier fast unmoeglich eine Stelle zu
bekommen, da jeder Schwarze - auch wenn noch
so viel weniger qualifiziert - vorgezogen wird.
Die einzige Chance fuer Weisse ist es ueber eine
sehr hohe Qualifikation Stellen zu besetzen, deren
Nachfrage sehr hoch ist und nicht anders ausgefuellt
werden kann. Ein eigenes Geschaeft als Weisser zu
eroeffnen, ohne einen gleichwertigen schwarzen
Partner zu haben, ist aufgrund eines bestimmten
Punktesystems hier kaum moeglich.
So muessen durch dieses System auch bestimmte
Stellen im Management etc. durch Schwarze besetzt
sein, die meist unqualifiziert sind.
Durch diese Massnahmen wird die Wirtscchaft in
Suedafrika stark gebremst und viele hochqualifizierte
Weisse wandern nach Uebersee aus.
Auf der anderen Seite werden die Schwarzen dadurch
natuerlich besser in die Gesellschaft integriert.
Mit einer Annnahme muss ich zudem aufraeumen:
Die Weissen haben den Schwarzen das Land nicht
"gestohlen". Es gab hier eine sehr kleine Bevoelkerung
an schwarzen Ureinwohnern, der Rest der Schwarzen ist
- ebenso - wie die Weissen in das Land eingewandert.
Die nahe Zukunft Suedafrikas steht in den Sternen.
Viele Weisse sehen mit der Weltmeisterschaft 2010
ein Wendepunkt gekommen und viele planen das Land
zu verlassen. Fuer sie wird die Luft ihrer Ansicht
nach immer duenner.
Als Schlusswort kann ich euch nur bitten, keine
negativen oder rassistischen Urteile ueber diesen
Text zu faellen, ohne dass ihr euch einmal ueber
laengere Zeit in diesem Land aufgehalten habt.
Das Ziel von Suedafrika selbst muss es sein - und
ist es - die Probleme angefange bei der Kriminalitaet,
ueber die bessere Bildung und den verstaerkten
Mittelstand in den Griff zu bekommen. Dann werden
auch die Wunden zwischen Schwarz und Weiss langsam
geheilt werden und die Menschen koennen hier
ohne Hass nebeneinander leben.
bei den Weissen. Allerdings waechst der
Mittelstand in Suedafrika mehr und mehr und
stabilisiert so die Verhaeltnisse.
Was den Hass der Weissen zusaetzlich erhoeht ist
die - nun umgekehrt - Diskriminierung der Weissen
durch die schwarze Regierung. Als weisser Mann
ist es hier fast unmoeglich eine Stelle zu
bekommen, da jeder Schwarze - auch wenn noch
so viel weniger qualifiziert - vorgezogen wird.
Die einzige Chance fuer Weisse ist es ueber eine
sehr hohe Qualifikation Stellen zu besetzen, deren
Nachfrage sehr hoch ist und nicht anders ausgefuellt
werden kann. Ein eigenes Geschaeft als Weisser zu
eroeffnen, ohne einen gleichwertigen schwarzen
Partner zu haben, ist aufgrund eines bestimmten
Punktesystems hier kaum moeglich.
So muessen durch dieses System auch bestimmte
Stellen im Management etc. durch Schwarze besetzt
sein, die meist unqualifiziert sind.
Durch diese Massnahmen wird die Wirtscchaft in
Suedafrika stark gebremst und viele hochqualifizierte
Weisse wandern nach Uebersee aus.
Auf der anderen Seite werden die Schwarzen dadurch
natuerlich besser in die Gesellschaft integriert.
Mit einer Annnahme muss ich zudem aufraeumen:
Die Weissen haben den Schwarzen das Land nicht
"gestohlen". Es gab hier eine sehr kleine Bevoelkerung
an schwarzen Ureinwohnern, der Rest der Schwarzen ist
- ebenso - wie die Weissen in das Land eingewandert.
Die nahe Zukunft Suedafrikas steht in den Sternen.
Viele Weisse sehen mit der Weltmeisterschaft 2010
ein Wendepunkt gekommen und viele planen das Land
zu verlassen. Fuer sie wird die Luft ihrer Ansicht
nach immer duenner.
Als Schlusswort kann ich euch nur bitten, keine
negativen oder rassistischen Urteile ueber diesen
Text zu faellen, ohne dass ihr euch einmal ueber
laengere Zeit in diesem Land aufgehalten habt.
Das Ziel von Suedafrika selbst muss es sein - und
ist es - die Probleme angefange bei der Kriminalitaet,
ueber die bessere Bildung und den verstaerkten
Mittelstand in den Griff zu bekommen. Dann werden
auch die Wunden zwischen Schwarz und Weiss langsam
geheilt werden und die Menschen koennen hier
ohne Hass nebeneinander leben.
Die Schwarzen und die Weissen (Teil 1)
Jetzt habe ich mal ein wenig Zeit dieses heikle
Thema anzugehen...
"We're one, but we're not the same" trifft
im Rassenkonflikt sicherlich zu.
Zuvor will ich nochmal festhalten, dass
alles was ich hier schreibe auf keinen Fall
pauschalisiert werden kann und dass ich versuche
eine moeglichst neutrale Position einzunehmen
und nur die Fakten zu schildern.
Die schwarze Bevoelkerung ist hier von Natur aus
anders. Nach westlicher Ansicht sind sie laut,
faul und dumm. Das klingt sehr rassistisch, man
muss aber verstehen, dass die Schwarzen hier nach
der Apartheid im Prinzip direkt vom Busch aus in
die westliche Welt der Weissen geworfen worden sind.
Waeren die Weissen nicht nach Suedafrika
uebergesiedelt, wuerde die schwarze Bevoelkerung
mit einiger Sicherheit heute noch im "Busch" leben.
Ob das besser oder schlechter waere, als es jetzt
ist, ist Ansichtssache.
Fakt ist, dass die Schwarzen indirekt dazu gezwungen
wurden sich im westlichen Leben einzufinden.
Das Problem ist nur, dass die Kinder jetzt erst langsam
anfangen zur Schule zu gehen und westliche Bildung
erhalten.
Die schwarze Bevoelkerung sucht die Schuld natuerlich
bei der Apartheid, aber zum Teil haben sie auch
nicht unbedingt aus eigenem Antrieb versucht sich
anzupassen.
Bis diese Bevoelkerungsgruppe voellig angepasst ist,
werden sicher noch gut 50 Jahre verstreichen.
Der Hass zwischen Weiss und Schwarz sitzt
immer noch tief. Waehrend die Schwarzen die
Unterdrueckung durch die Weissen immer noch anklagen,
geht den Weissen die Geduld mit den Schwarzen aus.
Fuer sie ist es der schwarze Mann, der immer mehr
ueberhand nimmt und das Land nach und nach
in den Ruin treibt.
Thema anzugehen...
"We're one, but we're not the same" trifft
im Rassenkonflikt sicherlich zu.
Zuvor will ich nochmal festhalten, dass
alles was ich hier schreibe auf keinen Fall
pauschalisiert werden kann und dass ich versuche
eine moeglichst neutrale Position einzunehmen
und nur die Fakten zu schildern.
Die schwarze Bevoelkerung ist hier von Natur aus
anders. Nach westlicher Ansicht sind sie laut,
faul und dumm. Das klingt sehr rassistisch, man
muss aber verstehen, dass die Schwarzen hier nach
der Apartheid im Prinzip direkt vom Busch aus in
die westliche Welt der Weissen geworfen worden sind.
Waeren die Weissen nicht nach Suedafrika
uebergesiedelt, wuerde die schwarze Bevoelkerung
mit einiger Sicherheit heute noch im "Busch" leben.
Ob das besser oder schlechter waere, als es jetzt
ist, ist Ansichtssache.
Fakt ist, dass die Schwarzen indirekt dazu gezwungen
wurden sich im westlichen Leben einzufinden.
Das Problem ist nur, dass die Kinder jetzt erst langsam
anfangen zur Schule zu gehen und westliche Bildung
erhalten.
Die schwarze Bevoelkerung sucht die Schuld natuerlich
bei der Apartheid, aber zum Teil haben sie auch
nicht unbedingt aus eigenem Antrieb versucht sich
anzupassen.
Bis diese Bevoelkerungsgruppe voellig angepasst ist,
werden sicher noch gut 50 Jahre verstreichen.
Der Hass zwischen Weiss und Schwarz sitzt
immer noch tief. Waehrend die Schwarzen die
Unterdrueckung durch die Weissen immer noch anklagen,
geht den Weissen die Geduld mit den Schwarzen aus.
Fuer sie ist es der schwarze Mann, der immer mehr
ueberhand nimmt und das Land nach und nach
in den Ruin treibt.
Freitag, 19. Oktober 2007
Cape Town
Hi zusammen!
Gestern Nacht bin ich aus Kapstadt zurückgekehrt
und ich muss sagen: die Stadt ist der Hammer!
So weit ich mich erinnere, habe ich noch keine
schönere Stadt gesehen.
Es gibt dort eine solche Vielfalt von verschiedenen
Landschaften und Sehenswürdigkeiten...unglaublich!
Außerdem ist Kapstadt um einiges sicherer als
Johannesburg. Bis auf den starken Wind dort hatte
ich mit Ausnahme eines verregneten Morgens,
geniales Wetter.
Basti ist ebenfalls gestern aus Deutschland angekommen
und wir jetzt dann voraussichtlich ein halbes Jahr
hier bleiben.
Festo Kapstadt habe ich während dieser Woche auch
kurz besucht.
Ich will aber dieses Mal gar nicht viel rumschreiben,
da ich ca. 300 Bilder gemacht habe und davon einige
hochladen werde.
Ansonsten geht es mir weiterhin gut. Die Zeit hier neigt
sich ja auch schon fast wieder dem Ende zu - nur noch
2 Wochen - dann bin ich wieder in Deutschland.
Gruß Kai
Gestern Nacht bin ich aus Kapstadt zurückgekehrt
und ich muss sagen: die Stadt ist der Hammer!
So weit ich mich erinnere, habe ich noch keine
schönere Stadt gesehen.
Es gibt dort eine solche Vielfalt von verschiedenen
Landschaften und Sehenswürdigkeiten...unglaublich!
Außerdem ist Kapstadt um einiges sicherer als
Johannesburg. Bis auf den starken Wind dort hatte
ich mit Ausnahme eines verregneten Morgens,
geniales Wetter.
Basti ist ebenfalls gestern aus Deutschland angekommen
und wir jetzt dann voraussichtlich ein halbes Jahr
hier bleiben.
Festo Kapstadt habe ich während dieser Woche auch
kurz besucht.
Ich will aber dieses Mal gar nicht viel rumschreiben,
da ich ca. 300 Bilder gemacht habe und davon einige
hochladen werde.
Ansonsten geht es mir weiterhin gut. Die Zeit hier neigt
sich ja auch schon fast wieder dem Ende zu - nur noch
2 Wochen - dann bin ich wieder in Deutschland.
Gruß Kai
Montag, 8. Oktober 2007
Ausflug nach Pretoria
Hallo Leute!
Hier kommt mal wieder ein kürzerer Post!
Letzten Samstag hatten wir in Johannesburg leider extrem
schlechtes Wetter - es hat richtig gegossen - und so
mussten wir unseren Trip zum Vergnügungspark
"Gold Reef City" leider abblasen.
Glücklicherweise hat sich meine Kollegin Liane Hocking
meiner angenommen und mir Pretoria gezeigt.
Pretoria ist übrigens - nicht Johannesburg, wie viele
meinen - die Hauptstadt von Südafrika und der Sitz des
Präsidenten Thabo Mbeki.
Über die Union Buildings, dem Regierungsgebäude, in dessen
Vorgarten komischerweise die tunesische
Fußballnationalmannschaft trainiert hat, haben wir uns auf
den Pfad der jungen Geschichte Südafrikas begeben.
Angefangen beim Paul Kruger Haus, dem führenden
Widerstandskämpfer der Buren gegen die britische Besatzung,
über das Melrose Haus, dem Führungsgebäude der Briten (Beachtet
die Unterschiede der Häuser auf den Bildern) ging es zum
Voortrekker Monument. Letzteres Gebäude ist DAS Denkmal der
Afrikaaner (Das sind die europäischen, vorwiegend
holländischen Siedler, die in Cape Town gelandet sind).
Im Monument wird die gesamte Geschichte der Erschließung des
Landes von den Pionieren(Voortrekker) von Kapstadt aus
dargestellt. Dadurch ist mir auch einiges klarer geworden,
wie und warum die schwarze und weiße Bevölerungs so
unterschiedlich sind und warum immer noch Hass zwischen
beiden Seiten herrscht.
Schließlich haben wir den Tag im Montecasino, einem luxuriösen
Hotel, das gleichzeitig ein Kasino und eine Shoppingmall ist
bei italienischem Flair und Pasta ausklingen lassen.
Ansosten gibt es nicht viel Neues. Mein Flug nach Kapstadt ist
gebucht. Ich werde dort von 12. - 18. eine der angeblich
schönsten Städte der Welt erkunden. Auf jeden Fall bin ich
schon sehr gespannt. Glücklicherweise wird mich eine Bekannte
eines Freundes hier, die in Kapstadt wohnt, ein wenig
herumführen.
Die Zeit geht unheimlich schnell herum.
Und für alle, die immer fragen:
Heimweg habe ich nicht...ich genieße die Zeit hier
und kann mich ein wenig - abseits von meinen Zielen und
meiner Routine in Deutschland - treiben lassen.
Natürlich freue ich mich auch wieder auf zu Hause, so
dass ich jetzt schon sagen kann, dass ich dieses Land hier
mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen werde.
Grüße,
Kai
Hier kommt mal wieder ein kürzerer Post!
Letzten Samstag hatten wir in Johannesburg leider extrem
schlechtes Wetter - es hat richtig gegossen - und so
mussten wir unseren Trip zum Vergnügungspark
"Gold Reef City" leider abblasen.
Glücklicherweise hat sich meine Kollegin Liane Hocking
meiner angenommen und mir Pretoria gezeigt.
Pretoria ist übrigens - nicht Johannesburg, wie viele
meinen - die Hauptstadt von Südafrika und der Sitz des
Präsidenten Thabo Mbeki.
Über die Union Buildings, dem Regierungsgebäude, in dessen
Vorgarten komischerweise die tunesische
Fußballnationalmannschaft trainiert hat, haben wir uns auf
den Pfad der jungen Geschichte Südafrikas begeben.
Angefangen beim Paul Kruger Haus, dem führenden
Widerstandskämpfer der Buren gegen die britische Besatzung,
über das Melrose Haus, dem Führungsgebäude der Briten (Beachtet
die Unterschiede der Häuser auf den Bildern) ging es zum
Voortrekker Monument. Letzteres Gebäude ist DAS Denkmal der
Afrikaaner (Das sind die europäischen, vorwiegend
holländischen Siedler, die in Cape Town gelandet sind).
Im Monument wird die gesamte Geschichte der Erschließung des
Landes von den Pionieren(Voortrekker) von Kapstadt aus
dargestellt. Dadurch ist mir auch einiges klarer geworden,
wie und warum die schwarze und weiße Bevölerungs so
unterschiedlich sind und warum immer noch Hass zwischen
beiden Seiten herrscht.
Schließlich haben wir den Tag im Montecasino, einem luxuriösen
Hotel, das gleichzeitig ein Kasino und eine Shoppingmall ist
bei italienischem Flair und Pasta ausklingen lassen.
Ansosten gibt es nicht viel Neues. Mein Flug nach Kapstadt ist
gebucht. Ich werde dort von 12. - 18. eine der angeblich
schönsten Städte der Welt erkunden. Auf jeden Fall bin ich
schon sehr gespannt. Glücklicherweise wird mich eine Bekannte
eines Freundes hier, die in Kapstadt wohnt, ein wenig
herumführen.
Die Zeit geht unheimlich schnell herum.
Und für alle, die immer fragen:
Heimweg habe ich nicht...ich genieße die Zeit hier
und kann mich ein wenig - abseits von meinen Zielen und
meiner Routine in Deutschland - treiben lassen.
Natürlich freue ich mich auch wieder auf zu Hause, so
dass ich jetzt schon sagen kann, dass ich dieses Land hier
mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen werde.
Grüße,
Kai
Freitag, 5. Oktober 2007
Autos und Autofahren
Hi!
Da ich sehr viel Zeit (teils gezwungenermaßen) im Auto hier
verbringe, habe ich beschlossen ein paar Zeilen zu diesem
Thema hier nierderzuschreiben.
Zu allererst: Hier fährt jeder mehr oder weniger wie er will.
Wer Drängler hasst, sollte lieber nicht nach Südafrika kommen,
denn drängeln ist hier eigentlich normal. Vor allem auf der
Autobahn, wenn sich der Verkehr mal wieder staut, drückt sich
jeder - meist ohne vorher zumindest zu blinken - vor dir und
hinter dir in jede noch so kleine freiwerdende Lücke, um
Meter zu gewinnen.
Ich sehe mich selbst eher als ruhigerer Teilnehmer im
Straßenverkehr, aber ich muss sagen, dass ich mein Wortschatz
an Beleidigungen und Flüchen etc. hier während des Autofahrens
stark erweitert hat. ;)
Leider haben die Südafrikaner bisher noch nicht realisiert,
dass das Drängeln den Stau meist noch verschimmert.
Durch die Fahrweise kommt natürlich hinzu, dass ca. alle 10km
irgendein Unfall entsteht...anstatt auf den Seitenstreifen zu
fahren, bleiben die Unfallbeteiligten dann meistens noch
mitten auf dem Highway stehen.
Aber der Stau ist für viele eigentlich kein Problem, es gibt
ja auch noch einen Seitenstreifen. Komischerweise fahren hier
sehr viele Autos mit Blaulicht, orangenem Licht und sonstigem
Geblinkein der Gegend herum...ich schätze mal, dass ca. 80%
sich die Dingerselbst eingebaut haben, um sich den Verkehr
vom Hals zu halten!
A propos Seitenstreifen...mindestens alle 10km steht dort
irgendein kaputtes Auto. Das ist an sich auch kein Wunder,
da es in Südafrika keinen TÜV gibt und die Leute teilweise mit
den letzten Schrottlauben herumfahren.
Abgasuntersuchungen gibt es definitiv auch nicht, denn wenn
man hinter den hiesigen LKWs länger als eine Minute fährt,
erleidet man fast den Erstickungstod!
Letztere sind dann auch meist noch total überladen und sind
dann die Ursache für die Bodenwellen, die garantiert nie
langweiliges Fahren aufkommen lassen - vor allem nachts.
Trotzdem macht es irgendwie Spaß hier zu fahren...sehr aufregend!
(Macht aber nur Spaß mit südafrikanischem Fahrstil)
Vermutlich ist der Fahrstil hier auch darauf zurückzuführen,
dass es eigentlich keine Fahrschulen gibt. Um hier fahren zu
lernen, setzensich 17-jährige ans Lenkrad (mit einer Person mit
Führerschein) und fahren solange rum, bis sie halbwegs fahren
können. Mit 18 können siesich dann zur Prüfung anmelden.
Gesamtkosten 100-200€)
Eigentlich ist es eh halb so wild, wenn man ohne
Führerschein oder 100km/h zu schnell fährt.
Es gibt hier zwar auch saftige Strafen, aber der Polizeibeamte
gibtsich normal mit erheblich weniger zurfrieden, wenn man ihm
einen kleinen Betrag direkt in seine eigene Tasche bezahlt.
Was auch total anders ist als in Deutschland:
Fast jeder (auch Frauen) sind hier total verrückt nach Autos.
Obwohl diese genausoviel wie in Deutschland kosten (und das
ist viel, wenn man das ZA-Einkommen betrachtet) fahren hier
sehr viele mit aufgemotzten Autos herum. Ich kann hier an
meinem Auto auch ändern was ich will (ausgenommen Motor).
Außerdem fährt hier z.B. fast niemand einen 316er oder 318...
...wer hier schon ein Auto kauft, dann schon die High-End
Version (z.B. 330er).
Treffen sich zufällig zwei schnelle Autos an der Ampel, dann
wird durch Lichthupe und Warnblinker ein kleines Rennen
vereinbart. Ist sozusagen inoffizieller Volkssport hier.
Soviel zum Thema...jetzt freue ich mich aber wieder auf die
nächste Fahrt in Jozos Polo GTI (ca. 14s auf 400m und -wenn
die Reifen beim normalen Beschleunigen mal nicht durchdrehen
unter 6s von 0 auf 100km/h...nicht schlecht oder?)!;)
Da ich sehr viel Zeit (teils gezwungenermaßen) im Auto hier
verbringe, habe ich beschlossen ein paar Zeilen zu diesem
Thema hier nierderzuschreiben.
Zu allererst: Hier fährt jeder mehr oder weniger wie er will.
Wer Drängler hasst, sollte lieber nicht nach Südafrika kommen,
denn drängeln ist hier eigentlich normal. Vor allem auf der
Autobahn, wenn sich der Verkehr mal wieder staut, drückt sich
jeder - meist ohne vorher zumindest zu blinken - vor dir und
hinter dir in jede noch so kleine freiwerdende Lücke, um
Meter zu gewinnen.
Ich sehe mich selbst eher als ruhigerer Teilnehmer im
Straßenverkehr, aber ich muss sagen, dass ich mein Wortschatz
an Beleidigungen und Flüchen etc. hier während des Autofahrens
stark erweitert hat. ;)
Leider haben die Südafrikaner bisher noch nicht realisiert,
dass das Drängeln den Stau meist noch verschimmert.
Durch die Fahrweise kommt natürlich hinzu, dass ca. alle 10km
irgendein Unfall entsteht...anstatt auf den Seitenstreifen zu
fahren, bleiben die Unfallbeteiligten dann meistens noch
mitten auf dem Highway stehen.
Aber der Stau ist für viele eigentlich kein Problem, es gibt
ja auch noch einen Seitenstreifen. Komischerweise fahren hier
sehr viele Autos mit Blaulicht, orangenem Licht und sonstigem
Geblinkein der Gegend herum...ich schätze mal, dass ca. 80%
sich die Dingerselbst eingebaut haben, um sich den Verkehr
vom Hals zu halten!
A propos Seitenstreifen...mindestens alle 10km steht dort
irgendein kaputtes Auto. Das ist an sich auch kein Wunder,
da es in Südafrika keinen TÜV gibt und die Leute teilweise mit
den letzten Schrottlauben herumfahren.
Abgasuntersuchungen gibt es definitiv auch nicht, denn wenn
man hinter den hiesigen LKWs länger als eine Minute fährt,
erleidet man fast den Erstickungstod!
Letztere sind dann auch meist noch total überladen und sind
dann die Ursache für die Bodenwellen, die garantiert nie
langweiliges Fahren aufkommen lassen - vor allem nachts.
Trotzdem macht es irgendwie Spaß hier zu fahren...sehr aufregend!
(Macht aber nur Spaß mit südafrikanischem Fahrstil)
Vermutlich ist der Fahrstil hier auch darauf zurückzuführen,
dass es eigentlich keine Fahrschulen gibt. Um hier fahren zu
lernen, setzensich 17-jährige ans Lenkrad (mit einer Person mit
Führerschein) und fahren solange rum, bis sie halbwegs fahren
können. Mit 18 können siesich dann zur Prüfung anmelden.
Gesamtkosten 100-200€)
Eigentlich ist es eh halb so wild, wenn man ohne
Führerschein oder 100km/h zu schnell fährt.
Es gibt hier zwar auch saftige Strafen, aber der Polizeibeamte
gibtsich normal mit erheblich weniger zurfrieden, wenn man ihm
einen kleinen Betrag direkt in seine eigene Tasche bezahlt.
Was auch total anders ist als in Deutschland:
Fast jeder (auch Frauen) sind hier total verrückt nach Autos.
Obwohl diese genausoviel wie in Deutschland kosten (und das
ist viel, wenn man das ZA-Einkommen betrachtet) fahren hier
sehr viele mit aufgemotzten Autos herum. Ich kann hier an
meinem Auto auch ändern was ich will (ausgenommen Motor).
Außerdem fährt hier z.B. fast niemand einen 316er oder 318...
...wer hier schon ein Auto kauft, dann schon die High-End
Version (z.B. 330er).
Treffen sich zufällig zwei schnelle Autos an der Ampel, dann
wird durch Lichthupe und Warnblinker ein kleines Rennen
vereinbart. Ist sozusagen inoffizieller Volkssport hier.
Soviel zum Thema...jetzt freue ich mich aber wieder auf die
nächste Fahrt in Jozos Polo GTI (ca. 14s auf 400m und -wenn
die Reifen beim normalen Beschleunigen mal nicht durchdrehen
unter 6s von 0 auf 100km/h...nicht schlecht oder?)!;)
Montag, 1. Oktober 2007
Sightseeing und seine Probleme
Hallo Leute...
...von meinem Wochenende gibt es nicht viel zu erzählen,
da wir leider nicht viel unternommen haben. Mein Problem
hier ist, dass ich, was Unternehmungen angeht, an meine
Gastfamilie gebunden bin. Es ist einfach zu gefährlich ohne
Streckenkenntnis und alleine irgendetwas zu besuchen, zumal
ich auch kein Auto für längere Reisen habe und es alleine auch
keinen richtigen Spaß macht. Ich kann lediglich
Vorschläge machen, bestimmte Orte zu besuchen und der Rest
hängt dann von der Zeit und Laune meiner Gastfamilie ab.
Zudem sind Letzere gerade am Renovieren und natürlich hat auch
jeder sein eigenes Leben und nicht immer unbedingt Zeit mit mir
irgendwelche Sehenswürdigkeiten zu besuchen!
Nichtsdestotrotz werde ich in zwei Wochen zum Start meines
Urlaubs für eine Woche alleine nach Kapstadt fliegen. Danach
gehts wohl per Auto nach Durban, um dort unter anderem die
größte Mall der südlichen Hemisphäre und Durbans Strände zu
besuchen. Wenn es möglich ist, will ich dort auch einen Surfkurs
buchen...
Im Anschluss daran plane ich die Dinge rund um Joburg zu sehen,
die ich bisher noch nicht zu Gesicht bekommen habe...
Zum Abschluss meines Urlaubs werden wir den Kruger National
Park besuchen, da meine Gastschwester dort einen
3-Tages-Aufenthalt für 6 Personen bei einem hiesigen
Modelwettbewerb gewonnen hat.
Das Wetter war in den letzten Tagen eher Deutschlandwetter...
...es war zwar nicht allzu kalt, allerdings öfter bewölkt und wir
haben auch ab und zu (hier lang ersehnten) Regen gehabt.
Letzten Freitag waren wir beim Wesbank Raceway, einem
Autorennstadion, in dem jeder mit seinem getunten Auto in
einem Dragracewettbewerb oder Slalomrennen gegen andere
antreten kann. Leider ist die Bildqualität bei Nacht ziemlich
schlecht, so dass ich nur Videos gemacht habe, die der
Blog bisher leider nicht richtig akzeptiert...ich arbeite aber dran!
Ansonsten gibt es nicht viel Neues...eine Townshipführung durch
Soweto (größtes Ghetto der Welt) und durch das Zentrum von
Johannesburg, sowie einen Besuch des Vergnügungsparks Gold
Reef City habe ich für kommendes Wochenende mal ins Auge
gefasst...ich hoffe das klappt!
...von meinem Wochenende gibt es nicht viel zu erzählen,
da wir leider nicht viel unternommen haben. Mein Problem
hier ist, dass ich, was Unternehmungen angeht, an meine
Gastfamilie gebunden bin. Es ist einfach zu gefährlich ohne
Streckenkenntnis und alleine irgendetwas zu besuchen, zumal
ich auch kein Auto für längere Reisen habe und es alleine auch
keinen richtigen Spaß macht. Ich kann lediglich
Vorschläge machen, bestimmte Orte zu besuchen und der Rest
hängt dann von der Zeit und Laune meiner Gastfamilie ab.
Zudem sind Letzere gerade am Renovieren und natürlich hat auch
jeder sein eigenes Leben und nicht immer unbedingt Zeit mit mir
irgendwelche Sehenswürdigkeiten zu besuchen!
Nichtsdestotrotz werde ich in zwei Wochen zum Start meines
Urlaubs für eine Woche alleine nach Kapstadt fliegen. Danach
gehts wohl per Auto nach Durban, um dort unter anderem die
größte Mall der südlichen Hemisphäre und Durbans Strände zu
besuchen. Wenn es möglich ist, will ich dort auch einen Surfkurs
buchen...
Im Anschluss daran plane ich die Dinge rund um Joburg zu sehen,
die ich bisher noch nicht zu Gesicht bekommen habe...
Zum Abschluss meines Urlaubs werden wir den Kruger National
Park besuchen, da meine Gastschwester dort einen
3-Tages-Aufenthalt für 6 Personen bei einem hiesigen
Modelwettbewerb gewonnen hat.
Das Wetter war in den letzten Tagen eher Deutschlandwetter...
...es war zwar nicht allzu kalt, allerdings öfter bewölkt und wir
haben auch ab und zu (hier lang ersehnten) Regen gehabt.
Letzten Freitag waren wir beim Wesbank Raceway, einem
Autorennstadion, in dem jeder mit seinem getunten Auto in
einem Dragracewettbewerb oder Slalomrennen gegen andere
antreten kann. Leider ist die Bildqualität bei Nacht ziemlich
schlecht, so dass ich nur Videos gemacht habe, die der
Blog bisher leider nicht richtig akzeptiert...ich arbeite aber dran!
Ansonsten gibt es nicht viel Neues...eine Townshipführung durch
Soweto (größtes Ghetto der Welt) und durch das Zentrum von
Johannesburg, sowie einen Besuch des Vergnügungsparks Gold
Reef City habe ich für kommendes Wochenende mal ins Auge
gefasst...ich hoffe das klappt!
Freitag, 28. September 2007
Kriminalität in Südafrika
Da mich viele Fragen, ob es in Südafrika gefährtlich ist und
allgemein viel über die Kriminalität hier fragen, will ich mit
diesem Post meine Eindrücke darüber zum Besten geben.
Zuerst einmal die Fakten:
Die Zahl der jährlichen Morde in Johannesburg übersteigen
die Zahl der Toten durch Verkehrsunfälle. Damit ist
Johannesburg auf Platz 1 der gefährlichsten Städte der Welt.
Statistisch gesehen wir jede 2. Südafrikanerin in ihrem
Leben einmal vergewaltigt.
Der Hauptgrund für die Verbrechen ist die soziale Ungleichheit.
Die Armen, zumeist aus der schwarzen Bevölkerung des Landes
haben praktisch nichts zu verlieren und somit auch keine Skrupel.
Als Folge dessen zieht die wohlhabendere Bevökerung in
abgesperrte Wohnkomplexe, die durch Schranken und private
Sicherheitsdienste überwacht werden. Um so gut wie jedes Haus
sind hier 2m hohe Mauern mit Stahltor gebaut. Daraus resultiert
wiederum, dass sich vermehrt organisierte Verbrechergruppen
bilden.
Soweit zu Statistik. Ich habe schon mal geschrieben, dass man
tagsüber nie im Leben denken würde, dass Kriminalität ein
Problem ist. Mit den ganzen Schutzmaßnahmen, z.B. ist auch
auf jeden Parkplatz Wachpersonal, ist es ein bisschen so wie die
Ruhe vor dem Sturm. Die Gefahr sitzt sozusagen immer ein
wenig im Nacken. Ich habe mittlerweile auch schon einige Dinge
mitbekommen und in den Medien wird auch stets von Morden,
Vergewaltigungen etc. berichtet.
Wichtig ist vor allem, dass gewisse Regeln befolgt werden. So
ist es nicht empfehlenswert sich zu Fuß nachts außerhalb eines
geschützten Komplexes zu bewegen. Schon gar nicht sollte
man irgendwo alleine unterwegs sein. Zudem muss man darauf
achten bestimmte Gegenden zu meiden. Im Prinzip sollte man
stets seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, also nicht
mit der dicken Geldbörse oder dem Edelhandy am Ohr in einem
heruntergekommenen Gebiet herumwedeln.
Sehr wichtig ist es immer achtsam zu sein...so werfen z.B. viele
Autoräuber Gegenstände in die Fahrbahn, um danach das
gestoppte Vehikel zu hijacken.
Ein weitere Regel ist, in keine Routinen zu verfallen, d.h. nicht
immer zu den gleichen Zeiten einzukaufen etc., da die
Verbecher ihre Opfer oft über einen längeren Zeitraum
beobachten, um dann kalkuliert zuzuschlagen.
Wenn man sich an diese Grundsätze hält, kann man die Gefahr
um ein erhebliches Maß eindämmen. Natürlich kann immer
jemand kommen und mich einfach im Supermarkt erschießen,
aber genausogut kann ich auch in Deutschland überfahren
werden oder vom Blitz getroffen werden. Die Chance, dass
das passiert, ist, ehrlich zugegeben, schon um ein gutes Stück
geringer.
Das ist mein Eindruck, den ich hier durch Lektüre,
viele Gespräche und eigene Erfahrungen gewonnen
habe. Falls jemand mehr weiß, lasse ich mich gerne
belehren.
allgemein viel über die Kriminalität hier fragen, will ich mit
diesem Post meine Eindrücke darüber zum Besten geben.
Zuerst einmal die Fakten:
Die Zahl der jährlichen Morde in Johannesburg übersteigen
die Zahl der Toten durch Verkehrsunfälle. Damit ist
Johannesburg auf Platz 1 der gefährlichsten Städte der Welt.
Statistisch gesehen wir jede 2. Südafrikanerin in ihrem
Leben einmal vergewaltigt.
Der Hauptgrund für die Verbrechen ist die soziale Ungleichheit.
Die Armen, zumeist aus der schwarzen Bevölkerung des Landes
haben praktisch nichts zu verlieren und somit auch keine Skrupel.
Als Folge dessen zieht die wohlhabendere Bevökerung in
abgesperrte Wohnkomplexe, die durch Schranken und private
Sicherheitsdienste überwacht werden. Um so gut wie jedes Haus
sind hier 2m hohe Mauern mit Stahltor gebaut. Daraus resultiert
wiederum, dass sich vermehrt organisierte Verbrechergruppen
bilden.
Soweit zu Statistik. Ich habe schon mal geschrieben, dass man
tagsüber nie im Leben denken würde, dass Kriminalität ein
Problem ist. Mit den ganzen Schutzmaßnahmen, z.B. ist auch
auf jeden Parkplatz Wachpersonal, ist es ein bisschen so wie die
Ruhe vor dem Sturm. Die Gefahr sitzt sozusagen immer ein
wenig im Nacken. Ich habe mittlerweile auch schon einige Dinge
mitbekommen und in den Medien wird auch stets von Morden,
Vergewaltigungen etc. berichtet.
Wichtig ist vor allem, dass gewisse Regeln befolgt werden. So
ist es nicht empfehlenswert sich zu Fuß nachts außerhalb eines
geschützten Komplexes zu bewegen. Schon gar nicht sollte
man irgendwo alleine unterwegs sein. Zudem muss man darauf
achten bestimmte Gegenden zu meiden. Im Prinzip sollte man
stets seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, also nicht
mit der dicken Geldbörse oder dem Edelhandy am Ohr in einem
heruntergekommenen Gebiet herumwedeln.
Sehr wichtig ist es immer achtsam zu sein...so werfen z.B. viele
Autoräuber Gegenstände in die Fahrbahn, um danach das
gestoppte Vehikel zu hijacken.
Ein weitere Regel ist, in keine Routinen zu verfallen, d.h. nicht
immer zu den gleichen Zeiten einzukaufen etc., da die
Verbecher ihre Opfer oft über einen längeren Zeitraum
beobachten, um dann kalkuliert zuzuschlagen.
Wenn man sich an diese Grundsätze hält, kann man die Gefahr
um ein erhebliches Maß eindämmen. Natürlich kann immer
jemand kommen und mich einfach im Supermarkt erschießen,
aber genausogut kann ich auch in Deutschland überfahren
werden oder vom Blitz getroffen werden. Die Chance, dass
das passiert, ist, ehrlich zugegeben, schon um ein gutes Stück
geringer.
Das ist mein Eindruck, den ich hier durch Lektüre,
viele Gespräche und eigene Erfahrungen gewonnen
habe. Falls jemand mehr weiß, lasse ich mich gerne
belehren.
Donnerstag, 27. September 2007
Sun City
Hey zusammen!
Schon wieder sind fast 2 Wochen hier verstrichen...
Zunächst einmal kurz eine Zusammenfassung meiner letzten
Woche. Über das verlängerte Wochenende hier in Südafrika
aufgrund des Heritage Days waren wir für ein paar Tage im
etwa 2h entfernten Sun City.
Sun City, von den Südafrikanern auch Sin City
(in Anlehnung an Las Vegas) und The Lost City genannt
(aufgrund der Lage), befindet sich irgendwo im Nimandsland,
ca. 2h von Johannesburg entfernt.
Diese "Stadt" ist ein riesiges Vergnügungareal mit 2 Casinos,
Clubs unglaublich luxuriösen Hotels alles im Stile einer
vergessenen Ruine gestaltet. Der Palast in Sun City gehört
mit zu den besten Hotels der Welt...am Besten ihr
schaut euch einfach die Bilder an! Leider hatte ich meine
Kamera nicht dabei, als ich mich in den Palace "geschmuggelt"
habe...
Übrigens gezockt haben wir nicht, also ich bin auch nicht in
Gefahr gelaufen hier zu meiner steigenden
"Wasserpfeifensucht"(in ZA hubly genannt) noch
eine Spielsucht zu entwickeln!;)
Außerdem haben Jozo und ich letzte Woche versucht unsere
Golf - Skillz auf der Driving Range zu verbessern...aber im
Golfen bin ich ehrlich gesagt "useless"!;)
Mittlerweile eine Jogging-Strecke gefunden, die ich zumindest
2 mal in der Woche bewältigen werde! Ihr könnt euch gar nicht
vorstellen wie fertig einen hier eine halbe Stunde laufen macht
...die 1750m ü.M. machen sich echt extrem bemerkbar!
Mittlerweile kann ich auch ein kleines Fazit in Sachen Arbeit
ziehen! Festo Johannesburg funktioniert ganz anders, als
der große Bruder in Deutschland! Die rund 100 Mitarbeiter
hier müssen sich mit einer großen Bandbreite von Problemen
herumschlagen. So kann es schon mal vorkommen, dass
jemand aus der IT sich mit Problemen im Einkaufe etc.
befasst. In Folge dessen ist das Wissen hier eher
in die Breite anstatt in die Tiefe verteilt. Die Leute arbeiten
hier - ohne jemandem nahetreten zu wollen - etwas träger...
die "Deutschen Tugenden" erkennt man erst so richtig,
wenn man sich für eine Weile nicht in Deutschland befindet.
Auf der anderen Seite ist alles (natürlich auch aufgrund der
Unternehmensgröße) persönlicher. So hat mir z.B. der Finance
Manager nach unserem zweiten "Briefwechsel" per E-Mail
das "Du" angeboten. Meine Aufgaben sind vorwiegend
kleinerer Art...meistens unterstüzte ich kommunikative
Probleme und helfe das UMS hier zu optimieren.
Zudem werde ich ein paar Kollegen hier die Möglichkeit
des "Web Conferencing" nahebringen.
Das schöne Wetter hat heute ein jähes Ende gefunden...hier ist es
15°C und es regnet zum ersten Mal seit ich in Südafrika bin! Eine
wirklich schlechte Kombination zumal hier die Klimaanlage nicht
abgeschaltet werden kann!Also ich sitze mit Jacke im Büro!
Grüße aus ZA!
Kai
Schon wieder sind fast 2 Wochen hier verstrichen...
Zunächst einmal kurz eine Zusammenfassung meiner letzten
Woche. Über das verlängerte Wochenende hier in Südafrika
aufgrund des Heritage Days waren wir für ein paar Tage im
etwa 2h entfernten Sun City.
Sun City, von den Südafrikanern auch Sin City
(in Anlehnung an Las Vegas) und The Lost City genannt
(aufgrund der Lage), befindet sich irgendwo im Nimandsland,
ca. 2h von Johannesburg entfernt.
Diese "Stadt" ist ein riesiges Vergnügungareal mit 2 Casinos,
Clubs unglaublich luxuriösen Hotels alles im Stile einer
vergessenen Ruine gestaltet. Der Palast in Sun City gehört
mit zu den besten Hotels der Welt...am Besten ihr
schaut euch einfach die Bilder an! Leider hatte ich meine
Kamera nicht dabei, als ich mich in den Palace "geschmuggelt"
habe...
Übrigens gezockt haben wir nicht, also ich bin auch nicht in
Gefahr gelaufen hier zu meiner steigenden
"Wasserpfeifensucht"(in ZA hubly genannt) noch
eine Spielsucht zu entwickeln!;)
Außerdem haben Jozo und ich letzte Woche versucht unsere
Golf - Skillz auf der Driving Range zu verbessern...aber im
Golfen bin ich ehrlich gesagt "useless"!;)
Mittlerweile eine Jogging-Strecke gefunden, die ich zumindest
2 mal in der Woche bewältigen werde! Ihr könnt euch gar nicht
vorstellen wie fertig einen hier eine halbe Stunde laufen macht
...die 1750m ü.M. machen sich echt extrem bemerkbar!
Mittlerweile kann ich auch ein kleines Fazit in Sachen Arbeit
ziehen! Festo Johannesburg funktioniert ganz anders, als
der große Bruder in Deutschland! Die rund 100 Mitarbeiter
hier müssen sich mit einer großen Bandbreite von Problemen
herumschlagen. So kann es schon mal vorkommen, dass
jemand aus der IT sich mit Problemen im Einkaufe etc.
befasst. In Folge dessen ist das Wissen hier eher
in die Breite anstatt in die Tiefe verteilt. Die Leute arbeiten
hier - ohne jemandem nahetreten zu wollen - etwas träger...
die "Deutschen Tugenden" erkennt man erst so richtig,
wenn man sich für eine Weile nicht in Deutschland befindet.
Auf der anderen Seite ist alles (natürlich auch aufgrund der
Unternehmensgröße) persönlicher. So hat mir z.B. der Finance
Manager nach unserem zweiten "Briefwechsel" per E-Mail
das "Du" angeboten. Meine Aufgaben sind vorwiegend
kleinerer Art...meistens unterstüzte ich kommunikative
Probleme und helfe das UMS hier zu optimieren.
Zudem werde ich ein paar Kollegen hier die Möglichkeit
des "Web Conferencing" nahebringen.
Das schöne Wetter hat heute ein jähes Ende gefunden...hier ist es
15°C und es regnet zum ersten Mal seit ich in Südafrika bin! Eine
wirklich schlechte Kombination zumal hier die Klimaanlage nicht
abgeschaltet werden kann!Also ich sitze mit Jacke im Büro!
Grüße aus ZA!
Kai
Montag, 17. September 2007
Südafrika und Freiheit
Hi!
Schon wieder eine Woche passé und es gibt Einiges zu erzählen...
...letztes Wochenende waren wir am Vaal Dam, um Biancas 18. Geburtstag zu feiern.
Der Vaal Dam ist ein Stausee, ca. 45min von Alberton entfernt, an dem meine
Gastfamilie ein Ferienhaus besitzt. (siehe Webalbum "Vaal Dam")
Südafrika hat zwei absolut gegensätzliche Gesichter, vor allem was die individuelle Freiheit angeht:
Zum einen zieren Mauern jedes Haus und Einlassschranken jeden Gebäudekomplex. Die Menschen sind gezwungen sich der Kriminalität anzupassen, indem sie bestimmte Gebiete meiden, nicht nach Dämmerung alleine auf der Straße bewegen, in keine Routinen bei Einkaufszeiten oder den Arbeitszeiten zu verfallen, etc.
Auf der anderen Seite ist Südafrika aber auch ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich will ein Geschäft aufmachen, dann mache ich eben ein Geschäft auf ohne großen Papierkram und Bürokraten-Wirrwarr. Ich schraube an meinem Auto herum und muss deswegen nicht gleich zum TÜV rennen, damit mein Versicherungsschutz nicht erlischt. Zudem ist alles hier größer und weiter...das fängt bei den Straßen hier an und hört bei den ganzen Einkaufsmalls auf. Hier leben eben gerade mal 50 Millionen Menschen auf einem Gebiet, das 3,6mal so groß ist wie Deutschland.
Auf jeden Fall hat man hier unzählige Möglichkeiten Spaß zu haben. Dinge wie Quads, Jetskies, ein Ferienhaus, undundund kann man sich hier relativ leicht realisieren. Diese Freiheit wirkt sich auch stark auf die Leute hier aus, da jeder sein Ding durchziehen kann und weniger an ein starres System gebunden ist.
Auf die weiteren Probleme, die wiederum damit verbunden sind (vor allem der starke Arm-Reich-Gegensatz und Schwarz-Weiß) will ich in späteren Posts eingehen. Natürlich kann ich die Umstände hier auch nur richtig aus der "weißen", reichen Perspektive oder zumindest der halbwegs neutralen Besucherebene schildern.
Fakt ist aber, dass, auch wenn fast alles komplett anders ist, als im gut organisierten Deutschland, das Leben hier doch auch irgendwie funktioniert.
Um auf das Wochende zurückzukommen...wir haben natürlich kräftig gefeiert
und es uns gut gehen lassen. Die Bilder sprechen eigentlich für sich.
Ich freue mich auf eure Kommentare, Nachrichten, E-Mails etc.
Grüße
Kai
Schon wieder eine Woche passé und es gibt Einiges zu erzählen...
...letztes Wochenende waren wir am Vaal Dam, um Biancas 18. Geburtstag zu feiern.
Der Vaal Dam ist ein Stausee, ca. 45min von Alberton entfernt, an dem meine
Gastfamilie ein Ferienhaus besitzt. (siehe Webalbum "Vaal Dam")
Südafrika hat zwei absolut gegensätzliche Gesichter, vor allem was die individuelle Freiheit angeht:
Zum einen zieren Mauern jedes Haus und Einlassschranken jeden Gebäudekomplex. Die Menschen sind gezwungen sich der Kriminalität anzupassen, indem sie bestimmte Gebiete meiden, nicht nach Dämmerung alleine auf der Straße bewegen, in keine Routinen bei Einkaufszeiten oder den Arbeitszeiten zu verfallen, etc.
Auf der anderen Seite ist Südafrika aber auch ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich will ein Geschäft aufmachen, dann mache ich eben ein Geschäft auf ohne großen Papierkram und Bürokraten-Wirrwarr. Ich schraube an meinem Auto herum und muss deswegen nicht gleich zum TÜV rennen, damit mein Versicherungsschutz nicht erlischt. Zudem ist alles hier größer und weiter...das fängt bei den Straßen hier an und hört bei den ganzen Einkaufsmalls auf. Hier leben eben gerade mal 50 Millionen Menschen auf einem Gebiet, das 3,6mal so groß ist wie Deutschland.
Auf jeden Fall hat man hier unzählige Möglichkeiten Spaß zu haben. Dinge wie Quads, Jetskies, ein Ferienhaus, undundund kann man sich hier relativ leicht realisieren. Diese Freiheit wirkt sich auch stark auf die Leute hier aus, da jeder sein Ding durchziehen kann und weniger an ein starres System gebunden ist.
Auf die weiteren Probleme, die wiederum damit verbunden sind (vor allem der starke Arm-Reich-Gegensatz und Schwarz-Weiß) will ich in späteren Posts eingehen. Natürlich kann ich die Umstände hier auch nur richtig aus der "weißen", reichen Perspektive oder zumindest der halbwegs neutralen Besucherebene schildern.
Fakt ist aber, dass, auch wenn fast alles komplett anders ist, als im gut organisierten Deutschland, das Leben hier doch auch irgendwie funktioniert.
Um auf das Wochende zurückzukommen...wir haben natürlich kräftig gefeiert
und es uns gut gehen lassen. Die Bilder sprechen eigentlich für sich.
Ich freue mich auf eure Kommentare, Nachrichten, E-Mails etc.
Grüße
Kai
Montag, 10. September 2007
Nach einer Woche
Hi an alle!
Eine gute Woche ist seit meiner Ankunft verstrichen, höchste Zeit also für ein weiteres Resümee...
Bei Festo Johannesburg herrscht ein wirklich angenehmes Arbeitsklima. Alles ist viel kleiner als im Headquarter und jeder kennt sich. Meine Aufgaben beschränken sich bisher auf kleinere Dinge wie Übersetzungen und hier und da ein paar kleinere Sachen.
Mittlerweile habe ich sogar einen Bakkie (siehe Album: Erste Eindrücke) gestellt bekommen, mit dem ich mich durch den täglichen, teilweise unglaublichen Stau kämpfe.
Die Südafrikaner sind alle sehr relaxed, so dass nach Feierabend eher irgendwo enstpannt und Wasserpfeife geraucht wird, anstatt noch groß Unternehmungen in Angriff zu nehmen. Immerhin habe ich es zumindest einmal in das luxuriöse Fitnessstudio um die Ecke
geschafft. Das Essen und Trinken ist hier um Einiges billiger als in Deutschland und kostet rund die Hälfte. Ich sollte also trotz meiner geplanten Ausflüge halbwegs mit meinem Geld hinkommen.
In Sachen Kriminalität habe ich bisher zwei Einbrüche von einem Freund und einem Kollegen
mitbekommen. Es gibt hier ein paar Dinge an die man sich halten sollte, wie z.B. nicht immer zu den gleichen Zeiten zur Arbeit zu gehen oder sicht nach Anbruch der Dunkelheit alleine auf der
Straße zu bewegen. Das Kriminalitätsproblem ist also auf jeden Fall nicht wegzureden, obwohl tagsüber alles ruhig ist und alle Leute sehr freundlich sind. Südafrika wird übrigens zurecht als Regenbogennation bezeichnet. So stellen die Schwarzen ca 80% der Gesamtbevölkerung, die Weißen 10% und die restlichen 10% der Menschen sind Farbige aus allen möglichen Ländern, vorwiegend aus Indien.
Am Samstag sind wir in die Drakensberge gefahren, die sich über 1000km in der Provinz Ostkap erstrecken. Die Drakensberge sind praktisch wie der Grand Canyon nur umgekeht...dort hört man so gut wie kein Geräusch und der Ausblick ist absolut atemberaubend. Die Menschen im nahegelegenen Qwa qwa leben unter den absolut grundlegendsten Verhältnissen, wecken aber den Anschein auch kein "westliches" Leben führen zu wollen. (Vielleicht schreibe ich zu diesem brisanten Thema mal einen Extra-Post)
Eine gute Woche ist seit meiner Ankunft verstrichen, höchste Zeit also für ein weiteres Resümee...
Bei Festo Johannesburg herrscht ein wirklich angenehmes Arbeitsklima. Alles ist viel kleiner als im Headquarter und jeder kennt sich. Meine Aufgaben beschränken sich bisher auf kleinere Dinge wie Übersetzungen und hier und da ein paar kleinere Sachen.
Mittlerweile habe ich sogar einen Bakkie (siehe Album: Erste Eindrücke) gestellt bekommen, mit dem ich mich durch den täglichen, teilweise unglaublichen Stau kämpfe.
Die Südafrikaner sind alle sehr relaxed, so dass nach Feierabend eher irgendwo enstpannt und Wasserpfeife geraucht wird, anstatt noch groß Unternehmungen in Angriff zu nehmen. Immerhin habe ich es zumindest einmal in das luxuriöse Fitnessstudio um die Ecke
geschafft. Das Essen und Trinken ist hier um Einiges billiger als in Deutschland und kostet rund die Hälfte. Ich sollte also trotz meiner geplanten Ausflüge halbwegs mit meinem Geld hinkommen.
In Sachen Kriminalität habe ich bisher zwei Einbrüche von einem Freund und einem Kollegen
mitbekommen. Es gibt hier ein paar Dinge an die man sich halten sollte, wie z.B. nicht immer zu den gleichen Zeiten zur Arbeit zu gehen oder sicht nach Anbruch der Dunkelheit alleine auf der
Straße zu bewegen. Das Kriminalitätsproblem ist also auf jeden Fall nicht wegzureden, obwohl tagsüber alles ruhig ist und alle Leute sehr freundlich sind. Südafrika wird übrigens zurecht als Regenbogennation bezeichnet. So stellen die Schwarzen ca 80% der Gesamtbevölkerung, die Weißen 10% und die restlichen 10% der Menschen sind Farbige aus allen möglichen Ländern, vorwiegend aus Indien.
Am Samstag sind wir in die Drakensberge gefahren, die sich über 1000km in der Provinz Ostkap erstrecken. Die Drakensberge sind praktisch wie der Grand Canyon nur umgekeht...dort hört man so gut wie kein Geräusch und der Ausblick ist absolut atemberaubend. Die Menschen im nahegelegenen Qwa qwa leben unter den absolut grundlegendsten Verhältnissen, wecken aber den Anschein auch kein "westliches" Leben führen zu wollen. (Vielleicht schreibe ich zu diesem brisanten Thema mal einen Extra-Post)
Ansonsten geht es mir bestens und ich versuche soviele Erfahrungen wie nur möglich aufzunehmen. Ach ja, mit meinem Englisch komme ich sehr gut zurecht, ich stoße nur manchmal an meine Grenzen was den Wortschafz betrifft, da einem oft ein spezifisches Wort fehlt. Und da viele Fragen: Ich kann nicht sagen, ob es in Deutschland oder Südafrika besser ist. Beide Länder sind echt um 180° anders, so dass ein Vergleich gar nicht möglich ist...außer vielleicht was das Wetter angeht: Das ist hier in Johannesburg DEFINTIV 10mal besser! (Ausgenommen man ist begeisterter Wintersportler!)
Grüße an alle in good old Germany!
Kai
Sonntag, 2. September 2007
Die Ankunft
Hi zusammen!
Der 13-stuendige Flug ist ueberstanden und ich bin
wohlerhalten in Joburg angekommen.
Hier ist alles groesser als in Deutschland, vor allem die Häuser
sind unglaublich...ein Pool ist Standard, manche haben sogar
einen eigenen Tenniscourt!
Total ungewohnt ist natürlich die Linksfahrerei und die hohen
Mauern, die um jedes Haus gebaut sind!
Seit ich hier bin habe ich noch keine einzige Wolke am Himmel
gesehen und die Leute sind auch total freundlich!
Ihr koennt mich unter meiner ZA-Handynummer
0027(0)729150331 erreichen!
Soviel zu den "Standard"-Infos...ich werde naechste Woche
mehr berichten und auch ein paar Bilder anfügen!
Bis dann!
Der 13-stuendige Flug ist ueberstanden und ich bin
wohlerhalten in Joburg angekommen.
Hier ist alles groesser als in Deutschland, vor allem die Häuser
sind unglaublich...ein Pool ist Standard, manche haben sogar
einen eigenen Tenniscourt!
Total ungewohnt ist natürlich die Linksfahrerei und die hohen
Mauern, die um jedes Haus gebaut sind!
Seit ich hier bin habe ich noch keine einzige Wolke am Himmel
gesehen und die Leute sind auch total freundlich!
Ihr koennt mich unter meiner ZA-Handynummer
0027(0)729150331 erreichen!
Soviel zu den "Standard"-Infos...ich werde naechste Woche
mehr berichten und auch ein paar Bilder anfügen!
Bis dann!
Mittwoch, 29. August 2007
Am Anfang war das Wort...
Hi alle zusammen!
Da sich so viele von mir aus Südafrika einen persönlichen Bericht
wünschen, habe ich hier diesen Blog eröffnet, um euch halbwegs
auf dem Laufenden zu halten, was sich in der Regenbogennation
während meines Aufenthaltes vom 31.08.07 bis zum 03.11.07
so ereignet! In den ersten 6 Wochen werde ich bei Festo
Johannesburg arbeiten, danach habe ich 3 Wochen Urlaub!
Ich freue mich über jede Mitteilung und jeden Kommentar von euch!
Viel Spaß!
Grüße
Kai
Da sich so viele von mir aus Südafrika einen persönlichen Bericht
wünschen, habe ich hier diesen Blog eröffnet, um euch halbwegs
auf dem Laufenden zu halten, was sich in der Regenbogennation
während meines Aufenthaltes vom 31.08.07 bis zum 03.11.07
so ereignet! In den ersten 6 Wochen werde ich bei Festo
Johannesburg arbeiten, danach habe ich 3 Wochen Urlaub!
Ich freue mich über jede Mitteilung und jeden Kommentar von euch!
Viel Spaß!
Grüße
Kai
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