Eine gute Woche ist seit meiner Ankunft verstrichen, höchste Zeit also für ein weiteres Resümee...
Bei Festo Johannesburg herrscht ein wirklich angenehmes Arbeitsklima. Alles ist viel kleiner als im Headquarter und jeder kennt sich. Meine Aufgaben beschränken sich bisher auf kleinere Dinge wie Übersetzungen und hier und da ein paar kleinere Sachen.
Mittlerweile habe ich sogar einen Bakkie (siehe Album: Erste Eindrücke) gestellt bekommen, mit dem ich mich durch den täglichen, teilweise unglaublichen Stau kämpfe.
Die Südafrikaner sind alle sehr relaxed, so dass nach Feierabend eher irgendwo enstpannt und Wasserpfeife geraucht wird, anstatt noch groß Unternehmungen in Angriff zu nehmen. Immerhin habe ich es zumindest einmal in das luxuriöse Fitnessstudio um die Ecke
geschafft. Das Essen und Trinken ist hier um Einiges billiger als in Deutschland und kostet rund die Hälfte. Ich sollte also trotz meiner geplanten Ausflüge halbwegs mit meinem Geld hinkommen.
In Sachen Kriminalität habe ich bisher zwei Einbrüche von einem Freund und einem Kollegen
mitbekommen. Es gibt hier ein paar Dinge an die man sich halten sollte, wie z.B. nicht immer zu den gleichen Zeiten zur Arbeit zu gehen oder sicht nach Anbruch der Dunkelheit alleine auf der
Straße zu bewegen. Das Kriminalitätsproblem ist also auf jeden Fall nicht wegzureden, obwohl tagsüber alles ruhig ist und alle Leute sehr freundlich sind. Südafrika wird übrigens zurecht als Regenbogennation bezeichnet. So stellen die Schwarzen ca 80% der Gesamtbevölkerung, die Weißen 10% und die restlichen 10% der Menschen sind Farbige aus allen möglichen Ländern, vorwiegend aus Indien.
Am Samstag sind wir in die Drakensberge gefahren, die sich über 1000km in der Provinz Ostkap erstrecken. Die Drakensberge sind praktisch wie der Grand Canyon nur umgekeht...dort hört man so gut wie kein Geräusch und der Ausblick ist absolut atemberaubend. Die Menschen im nahegelegenen Qwa qwa leben unter den absolut grundlegendsten Verhältnissen, wecken aber den Anschein auch kein "westliches" Leben führen zu wollen. (Vielleicht schreibe ich zu diesem brisanten Thema mal einen Extra-Post)
Ansonsten geht es mir bestens und ich versuche soviele Erfahrungen wie nur möglich aufzunehmen. Ach ja, mit meinem Englisch komme ich sehr gut zurecht, ich stoße nur manchmal an meine Grenzen was den Wortschafz betrifft, da einem oft ein spezifisches Wort fehlt. Und da viele Fragen: Ich kann nicht sagen, ob es in Deutschland oder Südafrika besser ist. Beide Länder sind echt um 180° anders, so dass ein Vergleich gar nicht möglich ist...außer vielleicht was das Wetter angeht: Das ist hier in Johannesburg DEFINTIV 10mal besser! (Ausgenommen man ist begeisterter Wintersportler!)
Grüße an alle in good old Germany!
Kai
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