Freitag, 2. November 2007

Bericht für Festo

Für diejenigen, die es interessiert, hier noch
mein bericht für die Festo Ausbildung:

Praktikum in Südafrika von KW 36 - KW 41

Mein Aufenthalt in Südafrika hat mir ganz neue Perspektiven
eröffnet. Sowohl was die Arbeit, als auch das Leben im
europäischsten Land Afrikas angeht, gilt es sich dort ganz
anderen Herausforderungen zu stellen als in Deutschland.

Ende August war es soweit - mein 6-wöchiges Praktikum bei
Festo Johannesburg konnte beginnen.
Nachdem ich mich zumindest über das Wochenende im warmen
Südafrika aklimatisiert hatte, wurde ich am darauffolgenden
Montag freundlich von meinem Betreuer Vinesh Kanjee empfangen.

Zuerst bekam ich eine kurze Einführung über die Struktur
der verschiedenen Festo Standorte in Südafrika, sowie über
die laufenden Projekte in der 3-Mann-starken IT-Abteilung.
Anschließend hatte ich die Möglichkeit während einer Führung
alle Mitarbeiter von Festo Johannesburg - ca. 100 an der Zahl
-persönlich kennenzulernen.

Wie sich schon an der Mitarbeiterzahl erkennen lässt, herrscht
bei Festo dort eine sehr persönliche und freundliche
Arbeitsatmosphäre, zumal die Südafrikaner meist eine sehr offene
Art haben. So war ich anfangs sehr überrascht, als mir unser
zuständiger Manager schon beim Briefwechsel im Vorfeld des
Aufenthalts das "Du" angeboten hatte.

Die Aufgaben in der IT sind hier auf eine sehr breite Basis
verteilt, so sind die Mitarbeiter dort ein wenig "das Mädchen
für alles" und unterstützen vorwiegend die anderen Mitarbeiter
bei EDV-technischen Problemstellungen. Es ist aber auch keine
Seltenheit, dass die ITler hier mal einen Computer selbst
zusammenbauen oder die Mikowelle reparieren müssen.

Meine Aufgaben waren es, die Mitarbeiter hier in sprachlichen
Konflikten zu unterstützen, eine Einführung und Evaluierung
von Web Conferencing durchzuführen und nebenbei meine
Studienarbeit weiterzuschreiben.

Außerhalb der Arbeit kam der Spaß auf jeden Fall auch nicht
zu kurz. Dort gibt es unzählige Möglichkeiten etwas zu erleben,
sei es eine Safari in einem der vielen National Parks oder
auch ein gemütliches Beisammensein beim Braai - dem
südafrikanischen Grill.

Zudem bekam ich einen Einblick in die Probleme des Landes wie
die hohe Kriminalitätsrate, den starken Unterschied zwischen
Arm und Reich, sowie die Differenzen zwischen den verschieden
Bevölkerungsgruppen der Weißen, Schwarzen, Inder und Coloureds
- Probleme, die mich auch Deutschland mit ganz anderen Augen
betrachten lassen.

So kann ich abschließend sagen, dass ich von meinem Aufenthalt
in Südafrika nicht nur auf sprachlicher Ebene profitiert habe,
sondern auch kulturell und persönlich Einiges dazugelernt habe
und wertvolle Kontakte knüpfen konnte. Was mich dort ungemeint
begeistert hat, ist die Lebensfreude, die die Menschen
an sich haben, sodass ich mit Freude an die schöne Zeit in
Südafrika zurückdenken kann.

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